Beißen, schreien, weglaufen, Dinge zerstören
- und du sollst ruhig bleiben.

In der 3monatigen Online-Prozessbegleitung lernst du, herausforderndes Verhalten systematisch zu beobachten, einzuordnen und zu verstehen. Damit du nicht immer neue Lösungen ausprobierst, sondern passende Handlungsschritte entwickeln und auch in Krisen sicher handeln kannst.

Wir haben doch schon alles versucht.

Vielleicht kennst du genau diesen Punkt.

Ein Kind schlägt, tritt, schreit, läuft weg. Immer wieder, das gesamte Team stößt an seine Grenzen.

Ihr habt schon vieles ausprobiert. Trotzdem verändert sich wenig.

Irgendwann stehen Sätze im Raum wie:

„Wir wissen einfach nicht mehr, was wir machen sollen.“

„Wir können den Schutz der anderen Kinder nicht mehr gewährleisten.“

„Das sprengt unsere ganze Gruppe.“

Oder sogar:

„Uns bleibt eigentlich nur noch die Kündigung.“

Doch bevor ihr nach der nächsten Lösung sucht, lohnt sich eine andere Frage:

Habt ihr viele Dinge ausprobiert – oder seid ihr wirklich systematisch vorgegangen?

Habt ihr mit einer konkreten Beobachtung begonnen? Beobachtung und Bewertung voneinander getrennt? Euch die Merkmale des Kindes angeschaut und geprüft, welche Funktion das Verhalten haben könnte?

Genau dort setzt die Prozessbegleitung an.

Du arbeitest mit einer neurodiversen Gruppe - ob du es so nennst oder nicht.

In deiner Kita gibt es Kinder, denen es zu laut oder zu hell ist.

Manche essen nur bestimmte Dinge oder wollen nicht angefasst werden.

Andere finden schwer ins Spiel.

Es gibt Kinder, die scheinbar aus dem Nichts beißen, treten, andere im Vorbeigehen schubsen oder Dinge kaputt machen – und dich dann angrinsen.

Manche verstecken sich oder laufen weg.

Und es gibt Kinder mit so viel Stress, dass sie eigentlich 1:1-Betreuung bräuchten.

Das alles passiert in jeder Kita. Mit oder ohne Diagnose.

Was du brauchst, um damit fachlich sicher umzugehen, ist keine ICD-Nummer – sondern Wissen über das, was darunter liegt.

Hinter jedem Verhalten steckt eine Funktion. Wer sie liest, findet den Schlüssel.

Was wir „herausforderndes Verhalten“ nennen, ist Ausdruck dessen, dass ein Kind in einer Situation überfordert ist – mit den Reizen, mit der Erwartung, mit der eigenen Regulation.

Kinder nutzen (wie Erwachsende auch) die Strategien, die ihnen in dem Moment zur Verfügung stehen. Wenn ein Kind es nicht kann, fehlt ihm gerade etwas – nicht der Wille.

Jedes Verhalten erfüllt eine Funktion.

Es deckt ein Bedürfnis, hilft zu regulieren, kompensiert eine Überforderung.

Wer die Funktion versteht, kann Setting und Haltung so verändern, dass dem Kind Alternativen möglich werden.

Um die Funktion lesen zu können, brauchst du Wissen aus mehreren Feldern, unter anderem:

  • Kommunikation – wenn Worte fehlen oder nicht ankommen
  • Sensorische Verarbeitung – wenn Reize unter- oder überfordern
  • Exekutive Funktionen – wenn Planung, Impulskontrolle oder Flexibilität schwer fallen
  • Emotionale Entwicklung – wenn es eine Diskrepanz zum biologischen Alter gibt
 

Dafür brauchst du Wissen über Hintergründe, über Entwicklung.

Und über neurodivergente Verläufe, die sich anders zeigen als die in den Lehrbüchern beschriebenen.

Stress lesen, Warnzeichen erkennen, Regulation ermöglichen - damit Krisen seltener werden.

Manche Kinder leben mit so viel Stress, dass es regelmäßig zur Krise kommt.

Eine Krise ist immer Ausdruck dessen, dass die Belastung das eigene Regulationsvermögen übersteigt – nicht „schlechtes Benehmen“, auf das Konsequenzen folgen sollten.

Wir schauen systematisch hin:

  • Wie sieht das Stresslevel über den Tag aus?
  • Welche Warnzeichen kommen wann?
  • Welche Regulationsstrategien funktionieren – für das Kind und für dich?
 

So entstehen weniger Krisen.

Und wenn doch eine kommt, kannst du ihr unaufgeregter begegnen, weil du verstehst, was gerade passiert.

Wir schauen auch auf den Dauerstress – den der Kinder und deinen.
Hier wird die Kooperation mit Eltern und Netzwerk zentral.

Und deine eigenen Grenzen: Wer sie in dieser Arbeit nicht erkennt, geht über kurz oder lang zugrunde.

Portrait hochkant Katja Andergassen

Ich bin Katja Andergassen - und ich bringe das Wissen aus dem SPZ in die Kita.

Über zehn Jahre habe ich als Ergotherapeutin in einem Sozialpädiatrischen Zentrum gearbeitet.

Ich kenne die Diagnostik, ich kenne die Verläufe, ich kenne die Diagnosen.

Ich glaube aber nicht, dass Kitas zwingend Diagnosen brauchen, um mit (neurodivergenten) Kindern zu arbeiten. Was sie brauchen, ist das Wissen unter der Diagnose: wie sensorische Verarbeitung funktioniert, wie Stress reguliert wird oder was exekutive Funktionen sind.

Und sie brauchen eine Haltung, die Verhalten als Information liest – nicht als Störung.

Genau diese Brücke baue ich. Vom Wissen in die alltagstaugliche Praxis.

Von „das Kind muss sich anpassen“ zu „wie gestalten wir Setting und Haltung so, dass dieses Kind handlungsfähig bleibt?„

Das ist für mich neuroaffirmative Pädagogik: Kinder so begleiten, wie sie sind
– nicht, wie sie sein sollten.

In meiner Arbeit orientiere ich mich an einem Vorgehen, das auf Verstehen, statt Sanktionieren setzt.

Konkret arbeiten wir an:

  1. Verhalten systematisch verstehen
    Herausforderndes Verhalten fachlich einordnen und begründete Handlungsschritte ableiten – statt im Akutfall nur zu reagieren.
  2. Handlungspläne entwickeln, die im Alltag greifen
    Strategien erarbeiten, die in deinem Kita-Alltag tatsächlich umsetzbar sind und Orientierung geben – auch im Team.
  3. In Krisen ruhig und klar handeln
    Auch wenn es turbulent wird: Entscheidungen treffen und handlungsfähig bleiben, ohne selbst die Regulation zu verlieren.
  4. Gespräche souverän führen
    Mit Eltern strukturiert und professionell kommunizieren – auch bei Druck, Kritik oder unterschiedlichen Erwartungen.
  5. Fachliche Sicherheit aufbauen
    Innerlich sicherer werden und dein Handeln fachlich begründen können – für dich und nach außen.

Was dich erwartet:

Ein klarer, machbarer Rahmen:

  • Gruppenangebot – maximal 15 pädagogische Fachkräfte
  • Online via Zoom – du kannst von überall teilnehmen
  • 3 Monate mit 7 Termine à 2 Stunden – kompakt und fokussiert
  • Arbeit an eigenen Fällen – direkter Theorie-Praxis-Bezug
  • Alle Materialien auf einer gemeinsamen Plattform – Präsentationen, Vorlagen und Handouts jederzeit verfügbar


Termine:

Nächster Durchgang: April – Mai – Juni 2027

Uhrzeit: freitags, jeweils 13:00–15:00 Uhr

 

Termin 1 – Freitag, 09.04.2027
Herausforderndes Verhalten beobachten und dokumentieren

Termin 2 – Freitag, 23.04.2027
Ursachen hinter herausforderndem Verhalten erkennen

Termin 3 – Freitag, 30.04.2027
Funktionen hinter herausforderndem Verhalten erkennen

→ Umsetzungsphase (Umgang mit herausforderndem Verhalten)

Termin 4 – Freitag, 14.05.2027
Alternativen zu herausforderndem Verhalten ermöglichen

Termin 5 – Freitag, ??.05.2027
Stress und Krisen vermeiden, Handlungspläne schreiben und umsetzen

→ Umsetzungsphase (Umgang mit Krisenverhalten)

Termin 6 – Freitag, 11.06.2027
Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Professionen

Termin 7 – Freitag, 18.06.2027
Fallbeispiele, Reflexion und Verankerung

 

Investition:

498 € (inkl. MwSt.)

Im Preis enthalten:

– Plakat zu den Funktionen von herausforderndem Verhalten
– 7 Live-Termine (à je 2 Stunden)
– Alle Präsentationen und Arbeitsmaterialien
– temporäre Aufzeichnungen
– Zugang zur gemeinsamen Material-Plattform

Dein Alltag nach den 7 Terminen:

✓ Du gehst ruhiger in herausfordernde Gespräche – mit Eltern oder Kolleginnen, weil du weißt, worauf du dich fachlich stützen kannst.

✓ Du triffst Entscheidungen klar und selbstsicher, auch unter Druck, ohne dich innerlich zu zerreißen.

✓ Du bleibst ruhig und handlungsfähig, kannst schwierige Situationen einordnen und reagieren, ohne dich selbst zu überfordern.

✓ Du baust fachliche Sicherheit auf – die trägt, auch wenn es mal wieder schwierig wird.

✓ Und du spürst wieder dieses Gefühl: Ich verstehe, was ich tue – und warum es hilft.

Häufig gestellte Fragen

498€ (inkl. MwSt.).

Im Preis enthalten sind 7 Termine à 2 Stunden online via Zoom, alle Präsentationen und Arbeitsmaterialien sowie der Zugang zur gemeinsamen Material-Plattform.

Ich stelle dir eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer aus.

Wenn dein Arbeitgeber die Kosten nicht übernehmen wird, schreib mir
– wir finden gemeinsam eine Lösung.

Ja.

Wir treffen uns alle 7 Termine über Zoom. Du kannst von überall teilnehmen, brauchst nur einen ruhigen Platz und eine stabile Internetverbindung.

Nein.

Die Prozessbegleitung steht offen für alle pädagogischen Fachkräfte, Kita-Leitungen, Fachberatungen und Therapeutinnen – unabhängig davon, ob du mich vorher schon kanntest.

Nein.

Es reicht, dass du in deiner Einrichtung mit Kindern arbeitest, deren Verhalten dich gerade fordert. Eigene Fallbeispiele sind willkommen – wir bearbeiten sie gemeinsam.

Nein.

Die Prozessbegleitung baut darauf auf, dass du Verhalten verstehen lernst, ohne dich auf Diagnosen verlassen zu müssen. Du arbeitest mit Wissen über Hintergründe und Entwicklung, das in jeder neurodiversen Gruppe greift – mit Diagnose, ohne Diagnose, dazwischen.

Ja, das ist sogar ausdrücklich erwünscht. Wenn ihr als Tandem oder Tridem teilnehmt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Prozessbegleitung nachhaltig ist, sogar noch höher.

Schreibt mir und ich mache euch ein Angebot.

Ich gebe mein Wissen aus meiner Arbeit als Therapeutin in einem Berliner SPZ/KJA weiter. Wir arbeiten neuroaffirmativ – Kinder werden so begleitet, wie sie sind, nicht so, wie sie sein sollten.

Wir arbeiten an deinen echten Fällen, nicht an Theoriebeispielen.

Zudem befähigt dich die Prozessbegleitung, eigenständig weiterzuarbeiten. Du bekommst nicht nur Input, sondern konkrete Werkzeuge, die du danach selbst anwenden kannst.

Zwischen den Terminen hast du 2 Umsetzungsphasen, in denen du das Gelernte ausprobierst.

Und: Du bist nicht allein.
In der Gruppe erlebst du Austausch mit anderen Fachkräften, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Schreib mir.

Ich antworte dir persönlich, und wir schauen gemeinsam, ob das Format für dich der richtige Schritt ist – oder ob etwas anderes besser passt.

Bereit, sicher zu handeln?

Die nächste Prozessbegleitung startet am 09. April 2027.

Klicke auf den Link und setze deinen Namen auf die Warteliste!

Falls du noch Fragen hast, nutze das Kontaktformular oder schreib mir eine Mail.